Zu ihrem letzten Hinrundenspiel empfingen die Bettringer Handballerinnen am Sonntag die TSG Giengen/Br. in der Landesliga. Nach sechzig von beiden Seiten sehr intensiv geführten Minuten behielt die SGB mit 27:21 die Oberhand und darf sich jetzt eine fast dreiwöchige Spielpause gönnen.
Mit großer Spannung wurde der Begegnung gegen den Württembergliga-Absteiger aus Giengen entgegengefiebert, da man über den Gegner quasi keinerlei Informationen hatte und nach der spielerisch schwachen Vorstellung in Altbach vergangener Woche auch nicht so genau wusste, wo man sich selbst einzuordnen hatte. Insgesamt gesehen war es letztlich das Aufeinandertreffen zweier fast gleichwertiger Teams. Da die SG auf Angelika Donner verzichten musste, rutschte die gerade erst wieder genesene Lisa Ocker zurück in den Kader, als zweite Torfrau stand dieses Mal Tine Balint parat. Und beide Mannschaften legten gleich ein unglaubliches Tempo vor, wodurch es in den ersten vier Minuten bereits zehn Mal hin und her ging. Logischerweise fielen dann auch die ersten drei Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für Bettringen immer per Tempogegenstoß. In der Folgezeit blieb aufgrund des hektischen und nervösen Spielaufbaus vieles dem Zufall überlassen, worunter hauptsächlich die Abschlussquote litt.
Nach über vier weiteren torlosen Minuten setzte die SG dann das nächste Ausrufezeichen und markierte das 3:1. Die Gäste ließen sich aber überhaupt nicht beeindrucken, hielten unverändert an ihrer Marschroute fest und hatten beim 6:5 wieder aufgeschlossen. Trotz mehrerer unnötiger Ballverluste konnte sich Bettringen mit zunehmender Spieldauer mit drei bis vier Toren absetzen, obwohl die offensiv ausgerichtete Giengener Abwehr, die aggressiv gegen die Rückraummitte sowie beide Außenspielerinnen vorging, ein konstruktives Aufbauspiel durchgehend verhinderte.
Andererseits taten sich die Gäste aber auch gegen die 5:1 Abwehr der SGB schwer und so verlagerte Giengen seine Aktionen mehr und mehr auf die Flügel und markierte von dort den Großteil seiner Treffer.
Beim Stande von 12:10 ging es in die Kabinen, von wo aus Bettringen zunächst hellwach zurückkam. Denn es waren noch nicht einmal zehn Sekunden absolviert, als die SG das 13:10 markierte. Bereits im Gegenzug kassierte Bettringen jedoch eine Zeitstrafe und einen Strafwurf und Giengen nutzte die nominelle Überzahl, um binnen zwei Minuten zum 13:13 auszugleichen. Nachdem die SG jedoch wieder komplett war, folgte prompt der Gegenschlag und mit zwei Toren in Folfe wurden die alten Verhältnisse wieder hergestellt.
Eine Vorentscheidung fiel dann in der 37. Minute, als Giengen durch die Unparteiischen dezimiert wurde, Bianca Sigloch ihren vierten Strafwurf problemlos versenkte und anschließend zwei Bettringer Konter von Lisa Krause eiskalt abgeschlossen wurden. Die SGB war auf fünf Tore davongezogen und markierte anschließend sogar in Unterzahl das 19:13. Kurz zuvor hatte Giengens Trainer seine Feldspielerinnen zur offenen Deckung nach vorne beordert, und so waren die individuellen Fähigkeiten der Bettringer Akteure gefordert.
Zwar schmolz der Vorsprung bis auf drei Tore zusammen, da Giengen immer wieder über die Außenpositionen zu Torerfolgen kam, doch nach einer Auszeit der Gäste machte Bettringen endgültig den Sack zu. Durch vier energische Einzelaktionen und einen weiteren Tempogegenstoß lag die SG fünf Minuten vor dem Ende uneinholbar mit 27:20 in Führung. Im Gefühl des sicheren Sieges wurden noch einige Chancen vergeben und so blieb es den Gästen vorbehalten, den Schlusspunkt zum 27:21 Endstand zu setzen.
Es spielten: Jennewein, Balint (Tor); Krause (3), Bonnet (1), Waibel (1), Hetzel, Funk (3), Abele (2), Pfitzer (3), Kurz (3), Schwarz, Lehmann (3), Sigloch (7/6), Ocker
Strafwürfe: SGB 7 / 6 TSG 4 / 2 Zeitstrafen: SGB 2 / TSG 2