Aufatmen bei den Handballdamen der SG Bettringen in der Landesliga ! Nach drei Niederlagen in Folge konnte am Samstagabend die Negativserie unterbrochen werden, da die SG beim TV Altbach mit 17:11 die Oberhand behielt und zwei weitere wichtige Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte.
Es war wohl die seit langem schwächste Leistung, welche die Bettringer Mannschaft gegen den TV Altbach bot. Doch auch in dieser Begegnung galt es, zwei Punkte zu holen, und diese Aufgabe wurde letzten Endes erfüllt. Lange Gesichter gab es im Vorfeld bereits kurz vor der Abfahrt ins Neckartal, da mit Susanne Pfitzer und Bianca Sigloch grippebedngt gleich zwei Rückraumspielerinnen zu Hause bleiben mussten und dadurch mit Steffi Kurz und Saskia Lehmann nur noch zwei leicht angeschlagene Rückraumspielerinnen aufgeboten werden konnten. Und als die Mannschaft schließlich in Altbach vor Ort war, stieg der Unmut noch weiter, da die Partie mit Verspätung aufgenommen und außerdem nur von einem Schiedsrichter geleitet wurde, der letztlich die schwächste Vorstellung aller Beteiligten ablieferte ! Über die Begegnung an sich möchte man am liebsten den großen Mantel des Schweigens hängen, denn es war das Aufeinandertreffen zweier völlig verunsicherter Mannschaften, denen reihenweise anfängerhafte Fehler unterliefen, die dazu führten, dass das Match auf einem unterirdischen Niveau stattfand. Bettringen agierte wie gewohnt mit einer 5:1 Abwehr, mit der die Altbacher Angreiferinnen überhaupt nichts anzufangen wussten und daher viele Pässe im Aus oder in den Armen der Bettringer Abwehr landeten.
Doch anstatt daraus Kapital zu schlagen, passte sich die SG dem Niveau der Gastgeberinnen komplett an und so konnte nur jeder vierte Angriff überhaupt mit einem Torwurf beendet werden. Und so dauerte es über acht Minuten, ehe die SG ihren dritten Treffer erzielte und mit 3:1 in Führung ging. Dann war es an der Zeit für den ersten großen Auftritt des Unparteiischen, der in der zehnten Minute Steffi Kurz nach einer normalen Regelwidrigkeit eine Zeitstrafe erteilte und sie mit den Worten „Nummer 11: sofort raus !“ regelrecht angsteinflößend vom Feld schrie. Nach dieser völlig überzogenen Aktion hatte der Unparteiische jeglichen Respekt verloren auch er passte sich in der Folgezeit dem schwachen Niveau mühelos an. Nach knapp zwanzig Minuten schien beim Zwischenstand von 6:1 für Bettringen bereits eine erste Vorentscheidung gefallen zu sein, doch eine kurze Phase der Unkonzentriertheit in der Abwehr nutzte Altbach, um bis zur Pause auf 5:7 zu verkürzen.
In der Halbzeitpause waren sich die Bettringer Zuschauer einig, dass dieses Spiel auf gar keinen Fall verloren gehen darf, gleichzeitig rief aber die bis dato gezeigte Leistung nur ungläubiges Kopfschütteln und Unverständnis hervor.
Richtig turbulent wurde es dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als Bettringen sofort zwei glasklare Chancen ungenutzt ließ. Andererseits agierte Altbach fortan mit zwei Kreisläuferinnen, wodurch die SG auf eine 6:0 Deckung umstellte und damit ihre liebe Mühe hatte. Denn während die Gäste vorne weiterhin Chance um Chance vergaben und auch den dritten von insgesamt vier Strafwürfen versemmelten, markierte Altbach drei Treffer in Folge und ging mit 8:7 erstmals in Führung. Zwar dauerte es einige Minuten, ehe die SG wieder ausgleichen konnte, doch danach ließ Bettringen wenigstens phasenweise sein Können aufblitzen und kämpfte sich durch mehrere Kontertore wieder in das Spiel hinein.
Als die SG zwölf Minuten vor dem Ende das 12:9 markierte, nahm Altbach nochmals eine Auszeit, die aber wirkungslos blieb, da Bettringen kurz darauf auf 14:9 davonzog. Zwar konnte Altbach nochmals auf 14:11 verkürzen, doch zum Schluss bescherten die größeren Reserven sowie zwei weitere Kontertore der SGB einen insgesamt hochverdienten 17:11 Erfolg.
SG Bettringen: Jennewein, Scherr (Tor); Krause (1), Bonnet, Schwarz (2), Hetzel, Waibel, Funk (2), Abele, Kurz (3), Donner (7), Lehmann (2/1)
Strafwürfe: TV (1 / 1) / SGB (4/ 1) Zeitstrafen: SGB 4 / TV 4