Frauen 1 - Kampfwille wird belohnt(AE) Weiterhin eine gute Rolle spielen die Handballdamen der SG Bettringen als Aufsteiger in der Landesliga. Am Samstagabend hatte die SG den TSV Neuhausen/F. In der Uhlandhalle zu Gast und nach spannungsgeladenen und hart umkämpften sechzig Minuten behielten die Gastgeberinnen mit 24:23 knapp die Oberhand. es zwei Minuten, bis das erste Tor für die Gastgeberinnen fiel, doch im weiteren Verlauf schlug es quasi im Minutentakt im Gehäuse der „MadCats“ aus Neuhausen ein. Beide Teams operierten mit einer offensiven 5:1 Abwehr, aus welcher die Gastgeberinnen zunächst jedoch mehr Kapital schlagen konnten. Neuhausen wurde zu ungenauen Pässen gezwungen und die SG kam immer wieder vorzeitig in Ballbesitz. Und dann ging es zumeist sehr schnell: Entweder wurde ab dem Zeitpunkt der Balleroberung enorm viel Druck auf die Abwehr des TSV ausgeübt oder konnten die Gäste mit Tempogegenstößen überlaufen werden. Und so schien nach sieben Minuten alles nach Plan zu verlaufen, denn die SG hatte sich einen komfortablen 5:1 Vorsprung erarbeitet. Was jedoch danach folgte, blieb auch lange nach Spielende unergründbar. Bettringen gab ab diesem Zeitpunkt seine klare spielerische Linie komplett auf und beging im Angriff unzählige technische Fehler. Auch die Abwehr hielt sich nicht mehr an die vorgegebene taktische Marschroute, ließ das minutenlange Passspiel der „MadCats“ völlig ungestört zu und öffnete den Abwehrverbund dann zum falschen Zeitpunkt. Dadurch kamen die Gäste vorwiegend über die Außenpositionen völlig ungehindert zum Abschluss und konnten durch sechs Treffer in Folge den Spieß zum 5:7 Zwischenstand umdrehen. Das Bettringer Trainergespann hatte genug gesehen und beantragte eine Auszeit. Zwar beendeten die Bettringerinnen danach die elfminütige Torflaute und konnten zum 7:7 ausgleichen, doch weitere individuelle Fehler sowie das mangelhafte Rückzugsverhalten nach eigenem Ballverlust führte schließlich dazu, dass die SG zur Pause wieder mit 11:14 im Hintertreffen lag. Die an Spannung definitiv nicht mehr zu überbietende zweite Halbzeit war dann nichts mehr für Handballästheten. Vielmehr kämpften beide Teams mit dem Messer zwischen den Zähnen verbissen um jedes Tor und jeden Ball. Allerdings erwischte Bettringen wiederum den besseren Start und konnte in der 35. Minute zum 14:14 ausgleichen. Im Übereifer leistete sich die SG während der nächsten zehn Minuten viele technische Fehler und vergab mehrere hundertprozentige Chancen und so konnten die „MadCats“ wieder mit 17:15 in Führung gehen. Und dies, obwohl Bettringen mehrfach in numerischer Überzahl agierte ! Bettringen riskierte nun alles, setzte zu einem völlig unerwarteten Zwischenspurt an und markierte vier Kontertore hintereinander. Aber auch Neuhausen bewies nun Nehmerqualitäten und hielt mit aller Macht dagegen. Schock dann in der 49. Minute für die SG, als Abwehrchefin Carmen Abele sich bei einer Abwehraktion eine Platzwunde unter dem linken Auge zuzog und zunächst stark blutend vom Feld geführt wurde. Nun musste eilends die Bettringer Abwehr umorganisiert werden und da es ein paar Minuten dauerte, bis sich die neue Formation gefunden hatte, stand die Partie weiter auf des Messers Schneide. Über 19:18 bis zum 21:20 blieb es ein offener Schlagabtausch, ehe die SG durch eine Einzelaktion sowie einen verwandelten Strafwurf sich wieder mit 23:20 absetzen konnte. Allerdings waren noch sechs Minuten zu absolvieren und in dieser Schlussphase setzte Neuhausen alles auf eine Karte. Hinten wurde mit einer sehr offensiv ausgerichteten 4:2 Abwehr agiert und im Angriff wurde der schnelle Abschluss gesucht. Bettringen hatte in dieser Phase das Glück, dass die „MadCats“ einen Strafwurf nur an die Latte setzten und im darauffolgenden Angriff Torfrau Jennewein eine weitere Großchance entschärfte. Dennoch kam Neuhausen nochmals auf 23:22 heran, ehe Susanne Pfitzer vierzig Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter das erlösende 24:22 erzielte. Zwar konnten die Gäste – ebenfalls per Strafwurf – zehn Sekunden vor dem Ende noch einen weiteren Treffer markieren, doch fast unmittelbar nach dem Anspiel ertönte bereits das Schlusssignal. |
