Damen bestehen "Hölle Süd"

(AE) Ihren zweiten Saisonsieg durften die Handballdamen der SG Bettringen am Sonntag feiern. Mit 24:19 behielten sie in der großen EWS-Arena gegen FA Göppingen 2 die Oberhand und haben damit alle Kritiker eines Besseren belehrt.

Obwohl Gastgeber FA Göppingen 2 unter den Augen zahlreicher Bettringer Beobachter in der Vorwoche gegen Winzingen eine unterirdische Leistung geboten hatte, war man sich im Lager der SG darüber im Klaren, dass sich die Göppinger Bundesligareserve in der EWS-Arena ganz anders präsentieren würde.

 

Und so entwickelte sich ohne langes Abtasten eine muntere Partie, in der es zunächst keinem Team gelang, sich entscheidend abzusetzen. Bettringen startete wieder mit seiner bewährten 5:1 Abwehr, hatte jedoch große Mühe, die Rückraumwürfe innerhalb der Neunmeterzone zu verhindern. Und während Göppingen die vermeintlich einfachen Tore aus dem Rückraum erzielte, musste Bettringen enorm viel investieren, um die Führung der Gastgeberinnen immer wieder auszugleichen. Dennoch konnte sich FrischAuf nach einer knappen Viertelstunde erstmals mit zwei Toren absetzen, ehe es in der 17. Minute zu einer Szene kam, die den Bettringer Anhängern das Blut in den Adern gefrieren ließ. Torfrau Ira Jennewein stürzte sich einer Gegenspielerin auf der Rechtsaußenposition im Torraum entgegen und wurde von dieser böse abgeräumt. Während die Göppinger Spielerin schnell wieder auf den Beinen stand, musste Jennewein minutenlang auf dem Feld und anschließend auch noch außerhalb behandelt werden. Nun musste Andrea Schurr zwischen die Pfosten, die bereits vierzig Sekunden später beim 11:8 erstmals hinter sich greifen musste. Doch um es vorweg zu nehmen: Schurr bot eine tolle Vorstellung und parierte im ersten Durchgang sämtliche weiteren Würfe. Gleichzeitig leitete sie nach ihren Paraden immer wieder brandgefährliche Konter ein, welche die SG nutzte, um zur Pause mit 15:11 in Führung zu gehen.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs unterliefen der SG wieder kleinere Fehler im Angriff und auch der erste Strafwurf landete nur am Außenpfosten. Doch die Bettringerinnen ließen sich hiervon nicht beeindrucken und enteilten binnen acht Minuten auf 13:19. Als dann auch noch die erste und einzige Zeitstrafe gegen eine FrischAuf-Spielerin verhängt wurde, markierte die SG in Überzahl zwei weitere Tore und hatte die Begegnung beim Stande von 13:22 eine Viertelstunde vor dem Ende bereits entschieden. Auf Bettringer Seite wurde nun munter durchgewechselt, wodurch jedoch der Spielfluss stark beeinträchtigt wurde und auch die Konzentration in der Abwehr merklich nachließ. Dennoch zeigte auch die „zweite Reihe“ gute Ansätze und markierte noch sehenswerte Treffer. Quasi mit der Schlusssirene erhielt Göppingen nochmals einen Strafwurf zugesprochen und unter dem Jubel der mitgereisten Bettringer Anhänger kehrte Torfrau Jennewein nochmals zwischen die Pfosten zurück. Und so blieb es den Gastgeberinnen vorbehalten, per Strafwurf den Schlusspunkt unter das 19:24 zu setzen.
SG Bettringen: Jennewein, Schurr (Tor); Sigloch (4/2), Hetzel (1), Bonnet (1), Krause (2), Schwarz, Waibel, Abele (3), Funk, Lehmann (1), Pfitzer (2/1), Donner (5), Kurz (5/1) 
Strafwürfe: FA 4/2, SGB 5/4        Zeitstrafen: 1 / 0