(AE) Die Bettringer Handballdamen haben das Siegen doch noch nicht verlernt ! In einer gutklassigen und spannenden Landesligapartie bezwangen sie am Samstagnachmittag die Gäste vom HC Wernau mit 16:11 und landeten damit ihren ersten Sieg nach dem Aufstieg.
Nach dem 33:33 Torfestival in der Vorwoche an gleicher Stelle gegen Deizisau-Denkendorf 2 waren alle Beteiligten gespannt auf den Auftritt der Gäste aus Wernau. In einer flammenden Ansprache vor der Partie forderte Wernaus Trainer eine knallharte Abwehrarbeit und erinnerte seine Team an die angebliche konditionelle Überlegenheit, mittels derer man die Bettringerinnen spätestens im Schlussspurt überrollen wollte. Dumm nur, dass Bettringer Offizielle ungewollt Ohrenzeugen dieses Appells wurden und die SGB-Trainer im Vorfeld darüber informieren konnten.
Um es vorweg zu nehmen: Im Gegensatz zur Vorwoche gab es keine erneute Trefferflut, vielmehr bestimmten beide Abwehrreihen mitsamt den dahinter agierenden Torfrauen die Begegnung.
Bettringen erwischte eindeutig den besseren Start und bekam schon nach wenigen Sekunden den ersten Strafwurf zugesprochen. Dieser verfehlte jedoch das Ziel und so musste der nächste Strafwurf im zweiten Angriff herhalten, um das 1:0 zu markieren. Ein erneuter Siebenmeter, der indirekt verwandelt wurde und zwei Kontertore bescherten der SG nach sieben Minuten eine vorerst beruhigende 4:0 Führung. Wernau reagierte und richtete seine 5:1 Abwehr noch offensiver aus, worauf Bettringen zunächst keine passende Antwort fand. Drei Fehlpässe hintereinander führten zu drei Ballverlusten mit anschließendem Tempogegenstoß und hatten zur Folge, dass die Gäste wieder auf 4:3 herankamen. Im weiteren Verlauf wurden die Bettringer Angriffszüge weiterhin zu überhastet abgeschlossen und gleichzeitig hatte man das Pech, gleich mehrfach hintereinander nur das Torgebälk zu treffen. Da zahlreiche Chancen ungenutzt blieben, wendete Wernau kurzerhand das Blatt und ging seinerseits mit 5:4 in Führung. Doch im Gegensatz zur Vorwoche kämpfte sich die SG aus einer überragenden Abwehr heraus zurück in die Partie und hatte nach drei Treffern in Folge beim Stande von 7:5 das Heft wieder fest in der Hand. Dennoch ließen die Bettringerinnen auch in dieser Phase gleich mehrere hundertprozentige Tormöglichkeiten liegen und so ging es mit einer knappen 8:6 Führung in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst eine Partie auf Augenhöhe, jedoch mit leichten Vorteilen für die Gastgeberinnen. Erneut ließ Bettringen zwischen der 30. und 40. Minute eine Unmenge an Großchancen ungenutzt, konnte aber dennoch bis zur 43. Minute den Vorsprung auf 12:8 ausbauen. Wernau warf nun nochmals alles nach vorne, hatte aber keine zündenden Ideen mehr, um die geschickt operierende Bettringer 5:1 Abwehr zu knacken. Vielmehr häuften sich zum Ende hin die Fehler auf Seiten der Gäste, wodurch Bettringen immer wieder vorzeitig in Ballbesitz kam. Außerdem bewies das Bettringer Trainergespann bei seinen Ein- und Auswechslungen ein glückliches Händchen, denn der ins Team zurückgekehrten Tanja Schwarz blieb es vorbehalten, von der linken Außenseite zwei Mal in entscheidenden Momenten das Leder im gegnerischen Gehäuse zu versenken. Über 12:9 zog Bettringen bis fünf Minuten vor dem Ende auf 15:9 davon und konnte während der letzten Minuten den Vorsprung geschickt bis zum 16:11 Endstand verwalten. Nach der Begegnung fielen von allen Beteiligten Zentnerlasten ab, da man durch diesen Sieg und die insgesamt gelungene Vorstellung endlich die Gewissheit hatte, in der Landesliga endgültig angekommen zu sein. SG Bettringen: Jennewein, Balint (Tor); Abele, Funk, Hetzel (1), Pfitzer (5/2), Donner (4), Krause, Waibel, Lehmann (3), Ocker, Bonnet, Sigloch, Schwarz (3)
Zeitstrafen: 2 / 3, Siebenmeter: 5 / 2 – 2 / 0